B3.2 Thromboembolieprophylaxe - Online Weiterbildung | kenbi Akademie

B3.2 Thromboembolieprophylaxe

Thromboembolieprophylaxe
Venenthrombose (Phlebothrombose)

• Verschluss tiefer Venen (untere Extremität)

 

• dumpfer Schmerz im Bein, ziehender Wadenschmerz

 

• bläuliche Verfärbung des Beines und Beinschwellung

 

• Komplikation: Lungenembolie

 

• Therapie nach ärztlicher Anordnung: Bettruhe, Medikamente, medikamentöse/operative Entfernung des Thrombus

Thrombophlebitis

 

• oberflächliche Venenentzündung infolge von Bagatellverletzungen und nach Injektionen

 

• schmerzhafter, geröteter derber Strang, warme Haut

 

• Komplikationen: Venenthrombose, Lungenembolie

 

• Therapie nach ärztlicher Anordnung: keine Bettruhe, Kompression, kalte Wickel, Analgetika (Schmerzmittel)

Ziel:

• Förderung des venösen Rückflusses

 

Maßnahmen:

• Mobilisation
• entstauende Lagerung
• Erzeugen des Fußsohlendrucks
• Anti-Thromboembolie-Strümpfe
• Kompressionsverband
• Medikamente

Rückfluss des venösen Blutes durch:
• Kontraktion der Skelettmuskulatur (Muskel-Venen-Pumpe)

 

• Pulsationswellen nahe liegender Arterien (Arterien-Venen-Pumpe)

 

• Funktion der Venenklappen (verhindert das Zurückfließen)

 

• Saugkräfte des Herzens

 

• Saugkräfte des Brustkorbes

 

Mobilisation:

• Betroffenen zu Bewegungsübungen auffordern/motivieren

 

• Füße heben, senken und kreisen lassen

 

• Knie anziehen und strecken lassen

 

• Zehen einkrallen und lösen lassen

 

• Beine abwechselnd strecken lassen

 

• „Radfahren“ im Bett

 

Wichtig: Die Mobilisation sollte besonders bei Herzkranken sehr schonend erfolgen.

Übertriebene Bewegungsübungen können das Krankheitsbild verschlimmern! Ärztliche Anordnung beachten!

Entstauende Lagerung

• Abfließen des gestauten Blutes und Steigerung

des venösen Blutrückflusses um das Doppelte

 

• mittels verstellbarem Fußteil oder Kissen

 

Wichtig:

Bei arteriellen Durchblutungsstörungen und bei Lungenödem (Flüssigkeitsansammlung) ist die Beinhochlagerung verboten.

Erzeugen des Fußsohlendruckes:

• Anspannung der Fußmuskulatur

• Verstärkung der Muskel-Venen-Pumpe

• Liegen der Füße im 90-Grad-
Winkel zu den Unterschenkeln

 

Wichtig:

Bei Schlaganfallpatienten sind die
Maßnahmen wegen eventueller
Krampfneigung verboten.

Anti-Thromboembolie- Strümpfe (ATS)

• Verengung der subkutanen Venen (unter der Haut
befindlich)
• Beschleunigung des venösen Blutrückflusses
• KKL=Kompressionsklassen 1 (leicht) bis 4 (sehr hoch)

Hinweise zum Umgang mit ATS:

• vor dem Anziehen die Beine ca. 20 min. erhöht lagern
• die Strümpfe müssen glatt und faltenfrei sitzen

• über die Tragedauer entscheidet der Arzt

Anziehen der Kompressionsstrümpfe im Sitzen
Anziehen der Kompressionsstrümpfe im Liegen
Kompressionsverband

• wenn keine ATS verfügbar sind

 

• die Höhe des Verbandes durch Anordnung des
Arztes

Hinweise

• zu Beginn Beine entstauen

 

• wegen der Kontrolle der Hautdurchblutung Zehen nicht einwickeln

 

• Fuß steht im rechten Winkel zum Unterschenkel

 

• Abnahme des Drucks von distal nach proximal

 

• Vermeiden von Druckstellen, Schnürfurchen und Schmerzen

Wichtig:

Verwendung von Kurzzugbinden
(Langzugbinden begünstigen Thrombose)

Expertenstandard Pflege von Menschen mit chronischen Wunden

• „Die Voraussetzung für die Kompressionstherapie ist eine exakte ärztliche Diagnostik. Die Art der auszuübenden Kompression ist klar zu definieren und ausschließlich von PFK durchzuführen:

 

• Kompression im Vergleich zu keiner Kompression fördert die Wundheilung, dies ist mit starker Evidenz belegt.

 

• Ebenfalls mit starker Evidenz ist belegt, dass eine hohe Kompression dabei wirksamer ist als eine niedrige Kompression.“

 

• Regelmäßig, spätestens alle 4 Wochen sollten Vorfuß-, Knöchel- und Wadenumfang immer an der gleichen Stelle gemessen werden, um den Erfolg der Kompressionstherapie zu überprüfen.

 

• Kompressionsbinden als auch Strumpfsysteme sollten kontinuierlich (24h) getragen werden.

 

Anzeichen, die das sofortige entfernen der Bandagierung/des Strumpfes notwendig machen

 

• starke Schmerzen oder zunehmende Schmerzsymptomatik

 

• Blau- oder Weißfärbung der Zehe

 

• akute Bewegungseinschränkung

 

• Missempfindungen wie Kribbel- oder Taubheitsgefühle

 

• Kurzatmigkeit, Schweißausbrüche

Alles verstanden?

Solltest Du noch weitere Fragen zu diesem Thema haben, so kannst du dich gerne, auf folgenden Wegen bei uns melden.

 

telefonisch:

Kenbi Campus 0171/ 3140321 oder

Mail: campus@kenbi.de

 

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